Meine Träume sind wertlos, meine Pläne purer Staub, meine Ziele sind unerreichbar. All dies ist ohne Wert, es sei denn, es wird gefolgt von der Tat.
Niemals noch hat es eine Landkarte gegeben, die ihren Eigentümer auch nur um einen Meter fortbewegt hätte – und sei sie noch so genau gearbeitet. Nie hat es ein Gesetz gegeben, und sei es auch noch so gerecht, welches ein einziges Verbrechen verhindert hätte. Die Tat alleine ist der Saft, der zum Leben erweckt die Landkarte, die Gesetze, meine Träume, meine Planungen, meine Ziele.
Ich werde jetzt handeln.
Nicht meiden will ich die Pflichten des heutigen Tages und sie auf morgen schieben, denn siehe, es gibt kein „Morgen“. Immerdar wird nur ein „Heute“ sein. Jetzt will ich handeln, obzwar meine Taten mir vielleicht noch nicht das Glück oder den Wohlstand bringen. Aber besser ist es, zu handeln und dabei zu fehlen, als nicht zu handeln. Das Glück mag nicht die Furcht sein, die meine Hand heute pflückt, und doch wird ohne die Arbeit des Pflückers alle Frucht auf dem Baume verderben.
Ich werde jetzt handeln.
Ich will mir diese Worte wieder und wieder vorsprechen. Des Morgens, wenn ich erwache, will ich mir die Worte sagen und aufspringen werde ich frohen Mutes von meinem Lager, dieweil der Tagedieb weiterschläft.
Ich werde jetzt handeln.
Wenn ich den Marktplatz betrete, will ich mir die Worte sagen, und auf der Stelle will ich meinen ersten Käufer ansprechen, während der Nichtsnutz noch über der Furcht vor einer Zurückweisung brütet.
Ich werde jetzt handeln.
Wenn mich die Versuchung überkommt, nach Hause zu gehen und die Arbeit morgen erst zu beginnen, will ich mir die Worte sagen und sogleich einen weiteren Verkauf abschließen.
Ich werde jetzt handeln.
Nur durch die Taten bestimme ich meinen Wert auf dem Marktplatz, und um meinen Wert zu vervielfachen, muss ich meine Taten vervielfachen. Ich will arbeiten, wenn der Tagedieb Ruhe pflegt. Ich will meine Stimme erheben, wenn der Ängstliche in Schweigen verharrt. Ich will zehn Vorübergehende ansprechen, dass sie meine Waren kaufen, wenn der Mutlose noch Pläne schmiedet, wie er nur einen anspricht. Ich will sagen: „Die Tat ist getan“, wenn der Nichtstuer sagt: “Es ist zu spät“.
Ich werde jetzt handeln. Denn das Jetzt halte ich in meinen Händen. Morgen ist der Tag, an dem der Faule fleißig wird. Ich bin nicht faul. Morgen wird alles Schlechte sich zum Guten wenden. Ich bin nicht schlecht. Morgen ist der Tag, an dem die Schwachen stark sein werden. Ich bin nicht schwach. Morgen ist der Tag, an dem der Bettler reich sein wird. Ich bin kein Bettler.
Ich werde jetzt handeln.
Wenn der Löwe Hunger verspürt, frisst er. Wenn der Adler Durst fühlt, trinkt er. Wenn sie diese Taten unterlassen, verderben sie. Wenn ich nicht handele, werde ich verderben, und mein Leben wird sein, Armut und Elend und meine Nächte wird der Schlaf fliehen.
Ich werde jetzt handeln.
Der Lohn wird nicht warten. Wenn ich säume, wird er einem anderen gegeben werden. Jetzt ist die richtige Stunde. Hier ist der richtige Ort. Ich bin der richtige Mensch.
Ich werde jetzt handeln.
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